Die 2. Säule –
deine berufliche Vorsorge

Die 2. Säule, offiziell berufliche Vorsorge (BVG) oder einfach Pensionskasse (PK) genannt, ist dein persönliches Sparkonto, das dein Arbeitgeber für dich einrichtet. So wird sichergestellt, dass du im Alter nicht nur von der AHV lebst, sondern deinen gewohnten Lebensstil beibehalten kannst.
Darum geht’s
- Die Pensionskasse ist dein persönliches Sparkonto für später
- Dabei ist, wer arbeitet, genug verdient und älter als 25 ist
- Du und dein Arbeitgeber zahlen gemeinsam ein
- Du kannst freiwillig mehr einzahlen für mehr Rente
- Sie schützt dich auch bei Invalidität oder Tod
Das Kapitaldeckungsverfahren – ein Job-Sparschwein-Prinzip
Im Gegensatz zur AHV, bei der das Geld sofort an die Rentnerinnen und Rentner weitergegeben wird, funktioniert die Pensionskasse nach dem sogenannten Kapitaldeckungsverfahren.
Du und dein Arbeitgeber zahlen jeden Monat einen Teil deines Lohns in deine persönliche Pensionskasse ein – dein Arbeitgeber mindestens genauso viel wie du.
Dieses Geld wird auf deinem eigenen Konto, dem sogenannten Altersguthaben, gesammelt und über die Jahre verzinst. So wächst dein Kapital Schritt für Schritt mit dir mit. Das ist dein Geld – und nur für dich bestimmt. Es lohnt sich also, dieses Konto im Auge zu behalten.
Obligatorische vs. überobligatorische Leistungen
Bei der Pensionskasse gibt es zwei Arten von Beitragsleistungen – die obligatorischen und die überobligatorischen Leistungen.
Obligatorisch bedeutet: Du bist automatisch versichert, sobald du genug verdienst und über 25 Jahre alt bist. Manche Arbeitgeber starten früher – das hängt von der jeweiligen Pensionskasse ab.
Überobligatorisch heisst: Dein Arbeitgeber zahlt mehr ein, als er muss, oder bietet zusätzliche Möglichkeiten, deine Vorsorge zu verbessern. Das ist ein echter Bonus für dich.
So läuft’s mit deiner Pensionskasse
- Der Start: Du beginnst mit dem Sparen der Pensionskasse, sobald du mindestens 25 Jahre alt bist und mehr als einen bestimmten Mindestlohn verdienst. Willst du wissen, wie hoch dieser aktuell ist? Hier findest du die Eintrittsschwelle pro Jahr.
- Der Turbo: Je älter du wirst, desto höher ist der Prozentsatz deines Lohnes, der in die Pensionskasse eingezahlt wird. Das heisst: Dein Altersguthaben wächst mit den Jahren immer schneller, da höhere Beträge eingezahlt werden.
- Das Dauerwachstum: Auf das Sparguthaben gibt es Zinsen. Und darauf wieder Zinsen – also Zinseszinsen. Je länger und je mehr Pensionsguthaben du hast, desto mehr Zinsen und Zinseszinsen gibt es. Das lohnt sich.
- Der Ultraboost: Bei Pensionskassen kannst du freiwillig mehr einzahlen –mit freiwillig höheren Beiträgen - oder einen sogenannten Einkauf machen. Das ist eine einmalige oder etappenweise Einzahlung auf dein Pensionskassenkonto. So kannst du Versorgungslücken (z.B. nach einem Jahr im Ausland) schliessen.
Tipp: Informiere dich über die Pensionskasse
Die Leistungen von Pensionskassen unterscheiden sich stark. Manche sind grosszügig, andere eher nicht. Wenn du dich wo bewirbst oder den Arbeitgeber wechselst, frag nach der Pensionskasse. Dann weisst du Bescheid über Leistungen, überobligatorische Leistungen und freiwilliges Einzahlen. Das hilft dir, langfristig bessere Entscheidungen zu treffen.







